Neuigkeiten-Archiv


Honigernte: Die Bienen-AG im Leben.Lernen.-Band

Am 30. Juni hatten alle 11 Kinder der Honigbienen-AG einen Sondertermin zum Honigernten. Wir trafen uns am Gymnasium Netphen und bauten mit Hilfe unserer Leiterin Frau Schneider alle Geräte in der Küche auf.
Von den vollen Honigwaben entfernten wir die Deckel über dem Honig. Jeder durfte ein Stück Entdeckelungswachs probieren, der sich wie ein Kaugummi anfühlte. Nachdem das geschafft war, kamen wir zum Schleudern. Wir legten die 4 Waben in ein großes rundes Gerät, dann kurbelten wir abwechselnd und drehten die Waben ein paar Mal um. Durch die Fliehkraft flog der Honig dabei an die Wände der Schleuder und floss weiter in einen großen Topf mit Sieb.
Danach gab es eine kurze Pause, bis der gesamte Honig aus der Schleuder geflossen war. Nach einiger Zeit war dies der Fall und wir verteilten ihn. Jeder durfte sich Honig in sein zuvor mit einem Etikett beschriftetes Glas abfüllen.

Danach aßen wir alle ein Honig-Butterbrot. Das fand ich persönlich am besten. Es schmeckte mir und allen anderen sehr gut!

Angelina

Ich fand gut, dass man wirklich was über Bienen gelernt hat. Das Schleudern hat mir viel Spaß gemacht. Der Honig ist super toll!

Esther

Ich fand am Schleudern besonders toll, als wir die Waben entdeckelt haben und dass wir selbst die Schleuder drehen durften. Der Honig hat richtig gut geschmeckt.

Max

Ich fand die Bienen-AG schön, weil man viel über das Imkern gelernt hat und weil wir Honig bekommen haben. Ich fand es auch toll, dass wir nicht gestochen wurden.

Samuel

Mir hat gefallen, dass wir immer draußen waren und dass wir nicht gestochen wurden.

Simon

Einmal im Jahr schleudern wir. Das bedeutet, dass wir uns außerhalb des Unterrichts an der Schule treffen. Da schleudern wir den Honig aus den Waben. Zuerst müssen die Waben entdeckelt werden. Dann kommen die Waben in die Honigschleuder. Unten an der Honigschleuder kann man eine Klappe aufmachen, aus der dann der Honig fließt. Der Honig läuft dann durch zwei Siebe in einen anderen Behälter, den Abfüller. Am Abfüller befindet sich ebenfalls eine Klappe. Öffnet man diese, fließt der Honig in die vorbereiteten Gläser. Mit dieser Klappe regelt man, wieviel Honig in die Gläser kommt. Daher der Name Abfüller. Der selbst gemachte Honig schmeckt viel besser als gekaufter. Was mir an der Bienen-AG am besten gefallen hat war das Schleudern!

Orla

Mir gefällt die Bienen-AG sehr, da man sehr viel über Bienen lernt. Ich bin schon das dritte Mal in der AG und lerne immer mehr dazu. Besonders das Imkern hat mir gefallen, weil wir verdeckelte Waben geöffnet haben. Als wir die Schleuder drehten, konnte man hören, wie der Honig gegen die Wände spritzte. Das Beste aber was, dass wir am Ende selbst ein Glas Honig bekamen und auch aßen.

Chiara


Ich fand die AG super, weil wir viel über Bienen gelernt haben und dass wir dann auch Honig bekommen haben. Es war auch gut, dass wir schleudern konnten. Alles super!

Lena

Mit hat das Schleudern am besten gefallen: Am Anfang haben wir die Waben entdeckelt und jeder kam dabei ca. viermal dran. Das hat Spaß gemacht. Danach haben wir die Rähmchen in die Honigschleuder getan. Dann wurde gedreht und in der Schleuder der Honig an die Wand geschleudert. Der Honig lief an der Wand runter in einen Behälter. Aus dem Behälter haben wir den Honig in die Gläser gefüllt. Das Schöne war, dass alle drankamen und wir viel Spaß hatten.

Jenny

Mir hat an der Schulimkerei gefallen, dass wir viel mit den Bienen gemacht haben und selber Honig geerntet und geschleudert haben. Ich fand es sehr interessant, den Bienen so nah zu sein und ich habe viel Neues über sie erfahren.

Emma

Am besten hat mir der Honig, die Bienen und das Schleudern gefallen. Und dass wir draußen bei den Bienen geguckt haben.

Emily

Soccerturnier der 5. Klassen

Am Freitag, den 29.06.2018, fand das jährliche Soccerturnier der 5. Klassen des Gymnasiums Netphen statt!

Erstmalig wurde das Turnier in der Turnhalle ausgetragen. Jungen und Mädchen der 5. Klassen traten gegeneinander an, insgesamt waren 5 Jungenmannschaften und 5 Mädchenmannschaften am Start. Unterstützt bei der Planung und Durchführung wurden die beiden Lehrkräfte Frau Merklein und Frau Saßmannshausen von einigen Schülern aus dem Sport-Lk der Q1 sowie Herrn Schwind.

Das Turnier hat allen Beteiligten viel Spaß und Freude bereitet!

N. Saßmannshausen

Ehrung besonderer Preisträger am Gymnasium Netphen

„Dass eine Schule Preisträger auf Bundesebene ehren kann, ist schon ein seltener Anlass. Dass Schülerinnen und Schüler ein und derselben Schule aber in so kurzer Zeit gleich zwei Preise auf Bundesebene gewinnen können – und dann noch in so unterschiedlichen Feldern – das ist schon etwas ganz Besonderes. Und ich freue mich, dass es die Entwicklung der vergangenen Jahre dazu beigetragen hat, am Gymnasium Netphen ein Umfeld zu schaffen, in dem so etwas möglich werden kann.“

Mit diesen Worten wandte sich Werner Hücking als zuständiger schulfachlicher Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg am Dienstag anlässlich einer außergewöhnlichen Feierstunde an die im Forum versammelten Mitglieder der Schulgemeinde. Und in der Tat: Mit Melvin Weiß, Bundespreisträger im Fach Mathematik des Jahres 2018, sowie den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5a und 5c, die mit ihrem von Frau Wussow begleiteten Projekt „Auf Augenhöhe“ im Bundeswettbewerb „Alle für Eine Welt – Eine Welt für alle“ in Berlin mit dem Sonderpreis der Kindernothilfe ausgezeichnet worden waren, gab es für die Schule gleich zwei außergewöhnliche Preise zu feiern (siehe dazu auch den gesonderten Bericht unten).

Auch Netphens Bürgermeister Paul Wagener sowie Schulleiter Eckhard Göbel brachten in kurzen Grußworten ihre Hochachtung vor den erbrachten Leistungen zum Ausdruck und gratulierten den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern von Herzen. Sogar NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer ließ einen Gruß überbringen und eine Anerkennung in ihrem Namen überreichen.

Am Schluss der Veranstaltung warteten alle gespannt auf die angekündigte Live-Schaltung nach Ruanda, wo sich die dortigen Partner des Projektes „Auf Augenhöhe“ gemeinsam mit den Netphenern über das Erreichte freuten. Doch auch wenn die Versammelten wegen technischer Probleme nur einen kurzen Eindruck gewinnen konnten, freuten sie sich um so mehr darüber, dass alle am Projekt Beteiligten schon vorher bekräftigt hatten: „Wir machen auf jeden Fall weiter.“

„Auf Augenhöhe“ – Projekt des Gymnasiums gewinnt Preis in Berlin

„In dem gemeinsamen Beitrag des Gymnasiums Netphen und der Root Foundation in Ruanda beschäftigten sich Kinder aus Netphen und Ruanda mit den lokalen und globalen Auswirkungen von Plastikmüll. In Netphen wurden Experten einer Abfallfirma eingeladen und die Schülerinnen und Schüler entwickelten Spiele und kleine Theaterstücke zum Thema.

In Ruanda wurde ein ganzer Projekttag zum Thema Plastik durchgeführt. Beeindruckend an diesem Beitrag ist der Austausch auf Augenhöhe, die differenzierte Auseinandersetzung sowie das überaus hohe Entwicklungspotenzial des Projektes.“

So lautet ein Teil der offiziellen Begründung für den Sonderpreis, mit dem das Projekt im Rahmen des vom Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier initiierten Wettbewerbs „Eine Welt für alle – alle für eine Welt“ heute in Berlin von der Kindernothilfe e.V. ausgezeichnet worden ist.

Mit Hochspannung war eine Delegation der am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler der Klassen 5
des Gymnasiums Netphen, begleitet von ihrer Lehrerin und Projektbetreuerin Ursula Wussow (li),
nach Berlin gereist, wo sie heute mit Stolz und ausgeprägter Freude den Preis der Kindernothilfe
im Meistersaal am Potsdamer Platz in Berlin entgegegennehmen konnten.(Foto: Schule)

Die gesamte Schulgemeinde gratuliert zu diesem tollen Erfolg und wir freuen uns, die Preisträger im Rahmen eines festlichen Empfangs am Dienstag, dem 24.06. ab 14:00 Uhr (siehe dazu auch Meldung unten) zurück in Netphen begrüßen zu dürfen – wir werden ihnen ein großartiges „Willkommen“ bereiten!

Dritte Veranstaltung des Debattier-Clubs am Gymnasium Netphen

Darf ein Staat Menschen mit dem Tod bestrafen, um ein Verbrechen zu sühnen? In vielen Ländern ist die Todesstrafe noch immer erlaubt. Menschenrechtsorganisationen setzen sich für ihre Abschaffung ein.

„Länder mit Todesstrafe – Verräter der Menschenrechte?“ lautete dann auch das Thema am vergangenen Dienstag, 08.05.2018, als der Debattier- Club des Gymnasiums Netphen bereits zu dritten Mal zusammenkam.

Nach einer kurzen Einführung in die Problematik durch die Diskussionsleiter Philip Stieber (Q1) und Anita Hani (Q1) fanden sich schnell Unterstützer und Gegner der im Raum stehenden These. Die Teams aus je drei Diskutierenden bestanden aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgansstufen 9 bis Q2.
Am Ende überzeugte das Team, das als Gegner der Todesstrafe auftrat, die Jury. Als beste Rednerin mit der besten Strategie und dem besten Inhalt sowie rhetorisch herausragend wurde Luisa Hübner (EF) gekürt.

M. Kleber

Einladung zum ersten Elternsprechtag im Schuljahr 2017/2018

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

zum zweiten Elternsprechtag im laufenden Schuljahr 201/2017 laden wir Sie am

Montag, dem 07. Mai 2018 von 15:00 – 19:00 Uhr

ins Gymnasium Netphen ein. Termine sind i.d.R. bereits im Vorfeld vergeben worden, in einigen Fällen sind aber auch spontane Terminabsprachen noch möglich.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass gerade bei den Klassen- und Kernfachlehrerinnen und -lehrern die Terminnachfrage i.d.R. sehr groß ist. Deshalb reichen die zur Verfügung stehenden engen Zeitfenster für ausführliche individuelle Beratungen nicht immer aus. Bitte nutzen Sie daher auch die Möglichkeiten zur individuellen Vereinbarung einer Sprechstunde mit dem jeweiligen Lehrer / der jeweiligen Lehrerin.

Eine Übersicht über diese wöchentlichen Sprechstunden, die jedes Mitglied des Kollegiums unserer Schule anbietet, finden Sie hier.

Machtspiele: Theater am Gymnasium Netphen

Wir freuen uns, dass an unserer Schule am Freitag, dem 4. Mai 2018, eine Theateraufführung einer Schauspielgruppe stattfindet, an der Schülerinnen und Schüler sowie einige Eltern unserer Schule aktiv mitwirken. Das Stück „Machtspiel“ ist für jung und alt interessant und wird daher an zwei Terminen in der Aula unserer Schule aufgeführt.Die erste Aufführung findet am 4. Mai während der Schulzeit ab ca. 10.15 Uhr für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 7, 8 und 9 statt; alle Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufen
werden teilnehmen.

Die zweite Aufführung ist eine Abendvorstellung. Sie findet ebenfalls am 4. Mai 2018 im Forum unserer Schule statt und beginnt 18.00 Uhr. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl wird unsere Catering-AG sorgen.

Das Gymnasium wünscht allen Beteiligten viel Erfolg, viel Spaß und zahlreiche positive Eindrücke vom Theater an unserer Schule

S. Wetzig.
Koordination Mittelstufe

Eine Welt für alle: Netphener Fünftklässler Sieger im Wettbewerb des Bundespräsidenten

»Wir sind Zeitzeugen einer Epoche, in der die weltweite Vernetzung rasch voranschreitet und große politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen mit sich bringt. Der Wettbewerb „Alle für eine Welt – eine Welt für alle“ gibt Schulen und Berufsschulen in unserem Land kluge Impulse, die helfen, dass die Bildung mit diesen globalen Entwicklungen Schritt hält.«

Mit diesen Worten erläutert Bundespräsident Frank Walter Steinmeier die Zielsetzung des alle zwei Jahre unter seiner Schirmherrschaft stattfindenden Schulwettbewerbes. Das Thema der jetzt zu Ende gegangenen Runde lautete »Sei weltbewegend! Verantwortungsvoll handeln. Miteinander gestalten!«

Für die Fünftklässler des Gymnasiums Netphen und ihre Biologielehrerin Ursula Wussow war es gar keine Frage, dass sie mit ihrem Projekt „Auf Augenhöhe“ an diesem Wettbewerb teilnehmen würden. Gemeinsam mit der Root Foundation Ruanda, deren Kooperationsschule das Gymnasium ist, hatten sich die Netphener Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Plastik sowie den Folgen des enormen Plastikmüllanfalls aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandergesetzt. Das Besondere daran: Nicht nur in Netphen wurde geforscht und gearbeitet, sondern Schülerinnen und Schüler in Ruanda – einem Land, in dem Plastik als Verpackungs- oder Tütenmaterial weitestgehend verboten ist – widmeten sich parallel dazu dem gleichen Thema auf ihre Weise und immer wieder tauschten sich die Beteiligten über ihre Erfahrungen und Ergebnisse aus. So lernten sie nicht nur eine Menge über die fatalen Umweltfolgen des enormen Plastikverbrauches, sondern auch kulturübergreifend von-, mit- und übereinander.

Dieser beeindruckende Ansatz wurde belohnt – die Klassen 5a und 5c des Gymnasiums Netphen gehören zu den Hauptpreisträgern des diesjährigen Eine-Welt-Wettbewerbes und werden am 21. Juni in Berlin von Bundespräsident Walter Steinmeier persönlich ausgezeichnet werden.Und obwohl die Jury des Preises erst Ende April in Bonn getagt und die Preisträger ausgewählt hatte, warf die Preisverleihung schon jetzt ihre Schatten voraus. In der vergangenen Woche war ein Filmteam zu Gast am Gymnasium Netphen, um im Auftrag des Bundespräsidenten die jungen Forscher und ihr außergewöhnliches Projekt für die Preisverleihung in Berlin zu dokumentieren. Vor laufender Kamera konnten die Schülerinnen und Schüler noch einmal ihre Arbeitsergebnisse vorstellen und über ihre Erfahrungen berichten. »Das allein war schon spannend genug«, stellte eine von ihnen nach ihrem Filmauftritt fest.

Das geht uns alle an! – „Leben im Plastikzeitalter“

Guten Tag,

mein Name ist Sven, ich bin 31 Jahre alt und Vater eines Schülers in der Klasse 5c auf dem Gymnasium Netphen.

Für den 16. März 2018 erhielt ich von meinem Sohn und seiner Klasse 5c eine Einladung zu einem Lernnachmittag in der Schule. Zahlreiche Eltern, darunter auch ich, brachten ein paar Leckereien mit und freuten sich auf einen fröhlichen Nachmittag.
Doch… Gleich zu Beginn der Veranstaltung spürte man seitens der Schülerinnen und Schüler, dass eine hohe Ernsthaftigkeit hinter der Einladung steckte. Man hatte das Gefühl, dass die Kinder etwas auf dem Herzen haben. Sie gaben mir das Gefühl, als sei ihnen etwas widerfahren, dass sie uns unbedingt mitteilen wollten. Ich merkte, hier ging es nicht um ein „lustiges Beisammensein“, sondern etwas würde passieren, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Die Spannung und die Ungewissheit waren zu diesem Zeitpunkt nicht nur mir, sondern auch den anderen Eltern anzumerken.

Die Schüler moderierten ihr Thema an: „Leben im Plastikzeitalter“.
Anfangs baten sie uns Eltern darum, proaktiv unsere Meinungen und Anregungen mitzuteilen und bereiteten uns auf einen Kurzfilm vor. Der Film „Midway- eine Vogelinsel im Pazifik“ wurde gezeigt. Schockierende Bilder von Vögeln inmitten von Müll und Plastik auf einer Insel im Pazifik. Verendete Vögel, deren Mageninhalt nur noch aus Plastik bestand und kranke Tiere, denen man den Schmerz und den Hunger ansehen konnte, waren ein trauriger Teil des Films. Es wurde nicht viel gesprochen; die Bilder zeigten ihre Wirkung. Wut, Fragen, Trauer, Mitleid, all das stand den Eltern ins Gesicht geschrieben. Alle Anwesenden waren schockiert.
Die Schüler machten uns also darauf aufmerksam, was Plastik unserer Umwelt für einen Schaden zufügt. Sie wiesen damit auf ein großes Problem hin, welches noch Auswirkungen auf deren Urenkel haben wird. Spielerisch und durch einen offenen Dialog mit uns Eltern machten Sie deutlich, dass sie das Problem erkannt haben. Sie wollten etwas bewirken und das zuerst bei den Menschen, denen sie am meisten vertrauen – ihren Eltern.
Viele Eltern waren sprachlos. Die richtigen Worte oder Erklärungen zu finden, schien an dieser Stelle unmöglich. Ich selbst verspürte eine gewisse Scham. Ich fragte mich, ob ich auch dazu beigetragen habe. Ich fragte mich, was ich ändern könnte.Die Antwort gaben auch hier die Kinder. Sie stellten uns eine Organisation aus Ruanda vor:
Die „Root Foundation“ (root = Wurzel). Die Root Foundation ist eine im Jahr 2012 ins Leben gerufene gemeinnützige Organisation für Straßenkinder in Ruandas Hauptstadt Kigali. Sie hat es sich zur Mission gemacht, Kindern und ihren Familien aus einer ausweglosen Situation zu verhelfen und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Diese Organisation steht für Aufklärung in allen Bereichen des Lebens. Das alles findet statt in einem Land, in dem Plastik hart bekämpft wird. Im ostafrikanischen Ruanda herrscht ein strenges Plastikverbot. Die Hauptstadt Kigali gilt mittlerweile als eine der saubersten Städte in ganz Afrika. Seit zehn Jahren darf in dem ostafrikanischen Staat kein sogenanntes Polyethylen-Plastik mehr produziert oder eingeführt werden. Sie sind Vorreiter der Bekämpfung von Plastik und haben das Problem scheinbar früher erkannt als alle anderen. Wie die meisten Länder in Afrika ist auch Ruanda ein armes Land. Damit die dortige Bildungsarbeit weiter betrieben werden kann, sind Spenden eine gute Investition!

Ich habe viel aus diesem Nachmittag mitgenommen. Vor allen Dingen, dass Kinder früh anfangen, sich um ihre Zukunft und die Zukunft unseres Planeten zu sorgen. Hier haben sich Kinder zusammengetan, ein Thema auf– und angenommen und eindrucksvolle Aufklärung betrieben, begleitet von einer engagierten Biologielehrerin und unterstützt von der Klassenlehrerin und der Schulleitung. Die Intensität der Veranstaltung wirkt noch immer nach. So teile ich noch heute meine Erkenntnisse mit meinen Arbeitskollegen und meinen Verwandten. Ich gehe viel kritischer mit der Frage um, was kann ich tun? Und das Wichtigste; Ich will etwas tun! Ich habe erkannt, dass dieses Thema weitreichende Konsequenzen hat und dass wir alle nicht darüber hinwegsehen dürfen. Ich wünsche mir, dass unsere Kinder ihre Courage beibehalten, denn ich glaube fest daran, dass diese Generation den Wandel schaffen kann für eine saubere und sichere Zukunft. Ich wünsche allen “Unwissenden“ oder “Wegschauenden“ einen Nachmittag mit diesen Kindern. Das würde die Welt zum Positiven verändern.
Für mich war es ein Lernnachmittag!

Danke !

Sven Klöckner

Hinterlasse nie zu viel Müll auf deinem Weg, denn wenn du einmal der Versuchung nachgeben solltest, einen Schritt rückwärts zu gehen, trittst du voll hinein.
Janine Weger (*1985), deutsche Aphoristikerin

Ein herzliches Danke kommt ebenfalls von der Root Foundation, da das Spendenkörbchen an zwei Lernnachmittagen mit 250 € gefüllt wurde. Der Betrag wird zur Förderung von Bildungsprojekten eingesetzt!

Spende an Kinderhospiz: »Café Balthasar« am Gymnasium Netphen

Leben.Lernen. – das Schulmotto des Gymnasiums Netphen bedeutet auch, sich für andere einzusetzen. Für wen sich die Schülerinnen und Schüler dabei ins Zeug legen, ist für viele auf der Netphener Haardt keine Frage – schließlich hat die Verbindung mit dem Kinderhospiz Balthasar am Gymnasium Netphen inzwischen eine eigene Tradition.
Aus einer anfänglichen Idee vor einigen Jahren wurde schon bald ein dauerhaftes Projekt, bei dem sich die jungen Engagierten immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Standen in den vergangenen Jahren beispielsweise selbst verfasste Märchensammlungen zum Verkauf, öffnete in diesem Jahr am Tag der offenen Tür der Schule im Januar das Musik-Café „Balthasar“ seine Türen:
Untermalt von live vorgetragener „Caféhausmusik“, die im Wechsel mit souverän ausgeführten Kartenzaubertricks die Gäste unterhielt, hatten die Klassen 6b und 7a unter Leitung von Frau Hoss eine Wohlfühloase auf die Beine gestellt, die viele Eltern und Schüler gerne nutzten, um bei Kaffee, Kakao, Kuchen, Waffeln oder selbst hergestelltem Popcorn zu verschnaufen. Fast 430 € waren auf diese Weise zusammengekommen, die jetzt dem Kinderhospiz als Spende übergeben werden konnten. Doch damit nicht genug: Um weitere stolze 4.000 € konnte das Gymnasium die Spende mit Erlösen aus dem ersten Spendenlauf der Schule aufstocken. Bei dieser Veranstaltung im Juli 2017 waren insgesamt rund 11.000 € „erlaufen“ worden, wovon nun ein Teil wie geplant dem wohltätigen Zweck zur Verfügung gestellt werden konnte. Der andere Teil des Geldes wird – ebenfalls wie geplant – ab Sommer dieses Jahres in die Neugestaltung des Pausenhofes der Schule fließen.
Jetzt war es endlich so weit: Die Schülerinnen und Schüler hatten einmal mehr Lisa-Marie Vetter vom Team des Kinderhospizes nach Netphen eingeladen, um ihre Spende persönlich zu überreichen. Frau Vetter freute sich sehr und bedankte sich herzlich bei den jungen Schülerinnen und Schülern.

Die Klassen 6b und 7a des Gymnasiums Netphen, begleitet von ihrem Lehrer Martin Stinner,
dem stellvertretenden Schulleiter Klaus Kettelhoit sowie Lehrerin und Projektleiterin Gerlinde Hoss
(hinten, v.l.), bei der Spendenübergabe an Lisa-Marie Vetter vom Kinderhospiz Balthasar (vorn).